Du willst wirklich mehr über mich
wissen?
Na dann, selber schuld...
| Am 18. Januar 1959 erblickte ich in
Frauenfeld, der Hauptstadt des Kantons Thurgau, unsere schöne Welt. Nach
den schönen Kinder- und turbulenten Teenyjahren folgte dann ein fast
völlig normales Standardleben: Schule, Lehre (Verwaltungslehre bei Vater
Staat), Berufserfahrung sammeln in der Privatwirtschaft, Heirat, drei
Wunschkinder (Daniela 1977; Désirée 1985; Michèle 1987), Krankheit (1987), Scheidung
(1991) und zur "Krönung" die Aufgabe des Erwerbslebens (1993) .....
1987 hat mich ein Virus (nach einer Sommergrippe) aus der "gesundheitlichen Bahn" geworfen. Ich nenne es heute fast liebevoll "Kabelbrand im Rückenmark". Gemäss den "Göttern in weiss" war es eine "postinfektiöse lymphoplasmazelluläre Transversale Myelitis im Bereiche C3/C4/C5)". 1992 hat mich dieses "Mistvieh" nochmals besucht, was medizinisch selten bis unmöglich ist. Die Folge von diesen beiden Lotto Treffern sind Lähmungserscheinungen und Spastiken ab Halshöhe. Meine Hände sind "wie eingeschlafen und mit einem Hammer bearbeitet". Meine Arm- und Rumpfmuskulatur hat die Kraft eines warmen Gummibärchens. Meine Beinspastiken sind extrem kraftvoll. Das Resultat: Heute bin auf den Rollstuhl angewiesen. Aber:ALLES FUNKTIONIERT !(wenn auch nur 87,46%) :o) Mein weiterer Weg ... Die vier Jahre 1992-95 würde
ich am liebsten löschen bzw. aus heutiger Sicht sicherlich ganz anders
gestalten. Ich habe durch meinen nicht ganz seriösen Lebenswandel mir und
meinem Körper nicht gerade geholfen. Obwohl auch in dieser Zeit (trotz
allem) viele zu mir gehalten haben (denen ich heute noch dankbar bin) war
es überhaupt nicht das, was ich "nötig hatte"... Viele Handycapierte glauben (wie ich damals) nicht
mehr an eine Partnerschaft.
Im Juli 2003 dann das unfassbare ... Denise lebt nicht mehr :-( Jetzt Ende 2004 geht es mir psychisch und physisch dank meiner Kinder und lieber FreundeInnen wieder so das ich weiterleben/kämpfen will! Vielleicht kann ich mal mehr darüber schreiben ... spätestens in meinem Buch das seit 3 Jahren in Arbeit ist. Hast Du Zeit und Interesse ... hier geht es zu meinen privaten Bildern Wer mehr zur MS verwandten Transversen Myelitis wissen will findet HIER meine Zusammenfassung. Nur durch die mehr als nur "aktive Mithilfe" meines Umfeldes ist es mir
überhaupt möglich, meine Ziele, die im Kopf brodeln, aber mit meinen Armen
und Beinen nicht zu erreichen sind, zu verwirklichen. Vieles was ich hatte, das habe ich nicht mehr und was ich mal konnte, vermisse ich so sehr ich habe zwei Beine, doch wollen die nicht mehr als nur stehen und kann keinen Schritt mehr aufrecht gehen hab' Arme und auch Hände, die fühlen was sie wollen und nur selten tun sie das, was sie gerade sollen ich hab einen Körper, der mir nicht mehr gehört die innere Verbindung zu ihm die ist gestört bin leider sehr oft launisch, gehässig und unzufrieden treffe dann leider die, die es im Leben nie verdienen im Herzen hab ich Ängste, die ich nicht jedem sag' sonst müsste ich wohl jammern den lieben langen Tag zum Glück habe ich Hirn und Mundwerk, das ist mir geblieben darum bin ich mit meinem Leben trotz alledem zufrieden habe einen wunderbaren Schatz, drei Katzen und einen Hund und dies alles macht mich schon fast wieder gesund!! es ist schön, wenn es einen Menschen gibt ..... der dich nimmt wie du bist und immer zärtlich zu dir ist, der kein anderes Denken stört und auch gerne deine Meinung hört, der dich achtet und versteht und alle Wege mit dir geht, der ohne Lügen oder List stets aufrichtig und ehrlich zu Dir ist, der das Gute in dir baut und dir grenzenlos vertraut, der mit seinem Kummer zu dir eilt und deine Sorgen mit dir teilt, der dich dann in seine Arme nimmt, bist du mal traurig und verstimmt, der sich aufs Wiedersehen freut und dich zu lieben nie bereut, der ist ein wahrer Freund für dich, darum lasse ihn auch nie im Stich. Kleine Weisheiten: Man muss das Leben lieben, um es zu leben, und das Leben leben, um es zu lieben! Ein bisschen mehr Frieden und weniger Streit, ein bisschen mehr Güte und weniger Neid, ein bisschen mehr Wahrheit immerdar und viel mehr Hilfe in jeder Gefahr, ein bisschen mehr 'Wir' und weniger 'ich', ein bisschen mehr Weisheit und Toleranz in sich. Das sind die Blumen des täglichen Lebens, denn auf den Gräbern, da sind sie vergebens. Träume nicht Dein Leben - Lebe Deinen Traum!
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